Feuerlöscher-Typen:

  • Aufladelöscher bestehen aus zwei Behältern (Löschmittelbehälter und Treibgasbehälter), Löschmittel und Treibgas sind also getrennt. Wird zwischen den beiden Behältern eine Verbindung hergestellt so strömt das Treibmittel  in den Löschmittelbehältern und setzt diesen unter Druck. Man sagt, der Aufladelöscher ist „aufgeladen“ – er ist nun bereit, das Löschmittel auszustossen.
  • Beim Dauerdrucklöscher befinden sich Löschmittel und Treibgas zusammen in einem Löschmittelbehälter. Das im Löschmittelbehälter enthaltene Treibgas übt einen andauernden Druck auf das Löschmittel aus. Nach Betätigung der Auslösevorrichtung strömt das Löschmittel unter Druck über das Steigrohr, den Auswurfschlauch und die Auswurfdüse aus dem Feuerlöscher. Vorteil dieser Bauweise ist der geringe technische Aufwand, weshalb diese Löscher zur preisgünstigen Standardklasse gehören. Nachteil ist, dass der Löschmittelbehälter ständig unter Druck steht, dadurch besteht die Gefahr, dass durch geringe Undichtigkeiten am Löscher (sog. Schleichgase) das Treibgas unbemerkt entweicht und der Löscher damit funktionsunfähig wird.

Feuerlöscher für  die Privatwohnung

Für den Schutz einer Privatwohnung empfehlen wir den Kauf eines Schaumlöschers. Schaum ist besonders geeignet, da er als Löschmittel gesundheitsunbedenklich ist. Er zieht im Brandfall keine umliegenden Einrichtungsgegenstände in Mitleidenschaft, wie dies beispielsweise bei einem Pulverlöscher passieren kann.

 

Feuerlöscher für den Heizungsraum

Als Löschgerät für den Heizungskeller empfehlen wir Ihnen den Kauf eines 6 kg Pulverlöschers.

 

Welches Löschmittel ist zu verwenden?

Die vier wichtigsten Löschmittel sind: Pulver, Schaum, Wasser und Kohlendioxyd (CO2).

 

Pulver

Ist zugelassen für die Brandklassen A, B, und C und ist damit das für die meisten Brände geeignete Löschmittel mit einer hohen Löschwirkung. Es wird  häufig eingesetzt in öffentlichen Bereichen, bei Autofeuerlöschern, in Heizungskellern und vielen anderen Einsatzgebieten, bei denen ein möglichst umfassender Schutz gewährleistet werden soll und die Ursachen des Feuers vielfältig sein können. Der Nachteil von Pulver ist die starke Staubentwicklung beim Austritt aus dem Löscher. Aus diesem Grund ist der Einsatz in der Privatwohnung nicht empfehlenswert, da umliegende, vom Feuer nicht betroffene Einrichtungsgegenstände in Mitleidenschaft gezogen werden können.

 

Schaum

Ist zugelassen für die Brandklassen A und B. Da der Löschschaum gesundheitsunbedenklich und biologisch abbaubar ist, eignet er sich besonders für den Einsatz in der Wohnung. Umliegende Einrichtungsgegenstände werden durch Schaum weniger beeinträchtigt, da der Brandherd gezielter bekämpft werden kann.

 

Kohlendioxyd

Ist zugelassen für Brandklasse B. CO² ist das sauberste Löschmittel, da es ohne Rückstände löscht. Es eignet sich besonders für den Einsatz in Großküchen und Imbissbetrieben, da hier Lebensmittel verwendet werden und in Labors und EDV-Anlagen zur Schonung empfindlicher Geräte. Zum Schutz der Privatwohnung ist es nicht empfehlenswert, da es nur für Brandklasse B zugelassen ist und somit für das Löschen von Feststoffbränden nur bedingt geeignet ist, weil es das Risiko von Rückzündungen birgt.

 

Wasser

Ist zugelassen für Brandklasse A. Wasser ist ein sehr gutes Löschmittel für Feststoffbrände, zum Löschen von Flüssigbränden ist Wasser aber völlig ungeeignet, da es zum Beispiel beim Auftreffen auf brennendes Fett eine explosionsartige Ausbreitung des Feuers verursacht, was zu schwersten Verletzungen führen kann.